Historisches
Salomonsborn wurde 1143 erstmals urkundlich erwähnt. Im Ortskern steht die denkmalgeschützte St.-Dionysius-Kirche, 1738 begonnen und 1747 geweiht.
Der Ort
Salomonsborn liegt im Nordwesten Erfurts auf rund 301 Metern über dem Meer und umfasst 4,69 Quadratkilometer. Der Flughafen Erfurt-Weimar ist gut anderthalb Kilometer entfernt, die Anschlussstelle zur A 71 liegt in der Nähe.
Die Kirche St. Dionysius
Der Grundstein wurde am 23. April 1738 gelegt, 1740 war der Bau vollendet, geweiht wurde die Kirche am 27. Juli 1747. Über dem quadratischen Turmschaft sitzt eine achteckige, schiefergedeckte Haube mit Laterne, Kugel und Wetterfahne. Im Inneren gibt es Emporen und Patronatslogen.
Die Orgel baute Johann Michael Hesse im Jahr 1760. Sie stand auf der obersten Empore und wurde Mitte der 1990er Jahre wegen des schadhaften Daches ausgebaut; seither ist sie eingelagert. Von ursprünglich drei Glocken läutet heute die Schilling-Glocke von 1920 von Hand. Die mittlere Glocke goss 1575 der Erfurter Glockengießer Eckart Kucher; sie kam 1849 von der Andreasgemeinde hierher.
Bei den Dacharbeiten 2008 und 2009 kam im hölzernen Tonnengewölbe eine Malerei aus der Bauzeit zum Vorschein: die Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor, umgeben von Schriftzügen. Am 16. August 2010 begann ihre Restaurierung.
Zugehörigkeit
Nach dem Zusammenschluss mit Alach im Jahr 1950 gehört Salomonsborn seit dem 1. April 1994 zur Landeshauptstadt Erfurt. Mit der Kommunalwahl 2004 wurde der Ortsteil eigenständig und hat seither einen eigenen Ortsteilrat mit neun Mitgliedern.
Kirchlich gehört der Ort zum Kirchspiel Marbach-Salomonsborn im Kirchenkreis Erfurt.
